| zurück zur Liste | ||||
| Stand | 13.08.2026 | |||
| Parameter | Methamphetamine im Urin | |||
| Synonyme, ggfs. Handelsname | - | |||
| Probenmaterial und Menge | Urin, 1 ml | |||
| Hinweise zur Interpretation |
Das Testfeld ist mit d-Methamphetamin auf einen Cut Off von 1000 ng/ml kalibriert. Nach dem Konsum von d-Methamphetamin erscheint gut 40% der zugeführten Menge unverändert im Urin. Das Testfeld fällt für 1-3 Tage positiv aus. Bei dem Abbau entsteht auch Amphetamin, so dass je nach Ausmaß des Konsums auch das Testfeld für Amphetamin positiv sein kann. Das Testfeld erfasst ebenfalls 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin (MDMA). Dieses wird oft als Wirkstoff von Ecstasy betrachtet. Dies war in den 80er Jahren der Fall, doch mittlerweile werden Ecstasy-Pillen verkauft, welche nur noch teilweise oder sogar keinerlei MDMA mehr enthalten. Die Nachweisgrenze für MDMA beträgt für das Testfeld ca. 320 ng/ml. Diese Konzentration wird nach der typischen Einnahme von 50-150 mg um ein Vielfaches überschritten. Nach dem Konsum von MDMA bleibt das Testfeld für Methamphetamin 1-4 Tage positiv. Das Testfeld für Amphetamin bleibt hierbei negativ. Des Weiteren erfasst das Testfeld je nach zugeführter Menge auch para-Methoxymethamphetamin (PMMA), auch als 4 Methoxymethamphetamin (4 MMA) bezeichnet. PMMA ist ein verbreiteter Zusatz in Ecstasy-Pillen. Hingegen wird 3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin (MDEA) durch das Testfeld praktisch nicht erkannt. MDEA ist in unterschiedlicher Menge in Ecstasy-Pillen, ggf. auch ohne MDMA enthalten. Der Missbrauch von Benzphetamin führt durch das Entstehen von d-Methamphetamin wiederum zu einem positiven Testfeld. Benzphetamin ist in den USA in dem Appetithemmer Didrex® enthalten, in Deutschland jedoch verboten. Von einem falsch positiven Testfeld für Methamphetamin unter therapeutischer Anwendung von Ranetidin wurde berichtet. Wie für alle immunologischen Messungen im Rahmen des Drogen-Screenings gilt, dass positive Ergebnisse durch eine spezifische Methode (z.B. Massenspektrometrie) bestätigt werden sollten. OA Dr. med. Michael Weigand | |||
| Verfahrensnummer |
Institutsstandort Großhadern Routine/Notfall: 788
|
Institutsstandort Innenstadt -
|
||
| Parameter von | ||||
| Durchführungsort/e | Institutsstandort Großhadern | - | ||
| Durchführungszeitraum | 24 h / 7 Tage | - | ||
| Einheit | - | |||
|
Referenzbereich/e |
| |||
| Akkreditierungsstatus | Akkreditiertes Verfahren nach DIN EN ISO 15189 und DIN EN ISO/IEC 17025 | |||