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Stand 12.05.2026
Parameter CYP3A5*3
Synonyme, ggfs. Handelsname -
Probenmaterial und Menge EDTA-Blut, 1 ml
Hinweise zur Interpretation
Die Isoenzyme Cyp3A4 und Cyp3A5 bilden mit einem Anteil von etwa 30% die größte Subfamilie der hepatischen Cytochrom P450-Enzyme. Cyp3A4 und Cyp3A5 zeigen eine ähnliche Substratspezifität. Beide werden u.a. in Leber und Darm exprimiert, wobei Cyp3A5 die vorherrschende Form in extrahepatischen Geweben ist.
Die funktionale Variante wird als CYP3A5*1 bezeichnet. Allerdings sind etwa 87% der europäischen Bevölkerung homozygote Träger einer non-funktionalen Variante in Intron 3 des CYP3A5-Gens, die als CYP3A5*3 bezeichnet wird (c.219-237A>G, rs776746; Allelfrequenz in der europ. Bevölkerung ca. 93%). Diese Variante erzeugt eine kryptische Spleißstelle, die zu einem vorzeitigen Stoppcodon und in der Folge zum Abbau des Transkripts führt. Homozygotie und Heterozygotie für das Normalallel (Genotypen CYP3A5*1/*1 und CYP3A5*1/*3) werden als „CYP3A5-Expressor“ zusammengefasst. Im Gegensatz dazu wird Homozygotie der non-funktionalen Variante (Genotyp CYP3A5*3/*3) als „CYP3A5-Non-Expressor“ bezeichnet.
Die klinische Bedeutung dieser Variante wurde insbesondere für die Therapie mit Tacrolimus untersucht (z.B. Rojas et al., 2015). Da sich die Dosierungsempfehlungen für Cyp3A5-Substrate üblicherweise auf den in der europäischen Bevölkerung dominierenden Non-Expressor-Genotyp (CYP3A5*3/*3) beziehen, empfiehlt die aktuelle CPIC-Leitlinie, bei Trägern des Expressor-Genotyps (CYP3A5*1/*1 und CYP3A5*1/*3) mit einer 1,5-2-fach höheren Initialdosis zu beginnen und anschließend TDM-geleitet die individuelle Dosis anzupassen (Birdwell et al., 2015, CPIC Guidelines for CYP3A5 Genotype and Tacrolimus Dosing).
Verfahrensnummer Institutsstandort Großhadern
Routine: 4675
Institutsstandort Innenstadt
Routine: 4675
Durchführungsort/e Institutsstandort Großhadern -
Durchführungszeitraum täglich, Montag - Freitag (außer Feiertag) -
Einheit s. Sonderbefund
Referenzbereich/e
s. Sonderbefund
Akkreditierungsstatus Akkreditiertes Verfahren nach DIN EN ISO 15189 und DIN EN ISO/IEC 17025