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| Stand | 14.08.2026 | |||
| Parameter | Blau-Syndrom | |||
| Synonyme, ggfs. Handelsname | Gen: NOD2, Transkript: NM_001370466.1, NP_001357395.1, NOD2-assoziiertes autoinflammatorisches Syndrom (NAID) | |||
| Probenmaterial und Menge | EDTA-Blut, 1 ml | |||
| Hinweise zur Interpretation |
1985 beschrieb E. B. Blau eine Familie mit 11 Personen, von denen 10 an einer granulomatösen Arthritis, zwei zusätzlich an einem Exanthem und einer Iritis, eine nur an einem zusätzlichen Exanthem und eine nur an einer Iritis litten. Die Erkrankung wurde autosomal dominant vererbt. Langzeitfolgen der Erkrankung waren Beugekontrakturen der Finger und Zehen (Kamptodaktylie). Die Trias aus meist schmerzloser granulomatöser Polyarthritis, Iritis/Panuveitis mit multifokaler Choroiditis und einem Hautausschlag wurde fortan als Blau-Syndrom bezeichnet. Im gleichen Jahr beschrieben Jabs et al. eine zweite Familie mit vier betroffenen Mitgliedern, die eine symmetrische granulomatöse Synovitis der Finger- und Handgelenke, eine nicht-granulomatöse Uveitis, einen Hörverlust und eine Lähmung des sechsten Hirnnervens aufwiesen. Über eine dritte Familie berichteten Pastores et al. 1990. Mutter und zwei Töchter litten seit dem ersten Lebensjahrzehnt an einer Uveitis und einer symmetrischen Polyarthritis und wiesen zusätzlich synoviale Zysten im Bereich der Hand- und Sprunggelenke auf. Darüberhinaus trat bei den Töchtern intermittierend ein papulöses Erythem auf, das sich histologisch als nicht-verkäsende granulomatöse Infiltration der Dermis erwies. Steroidtherapie führte zu einer Verbesserung der Symptomatik. Saini und Rose präsentierten 1996 einen weiteren Fall mit asymptomatischen Granulomen der Leber, wie sie auch für die Sarkoidose des Kindesalters typisch sind. Kopplungsuntersuchungen führten ebenfalls im Jahre 1996 zur Identifizierung eines Suszeptibilitäts-Lokus auf Chromosom 16. Eine Analyse des auf Chromosom 16q12 gelegenen Kandidatengens CARD15/NOD2, das vorwiegend in Monozyten exprimiert wird, zeigte, dass Patienten mit Blau-Syndrom heterozygote Merkmalsträger einer p.Arg307Trp-Substitution (c.919C>T, rs104895462; vormals Arg334Trp), einer p.Arg307Gln-Substitution (c.920G>A, rs104895461; vormals p.Arg334Gln), oder einer p.Leu442Phe-Substitution (c.1324C>T, rs104895460; vormals Leu469Phe) sind. Diese von Exon 4 des NOD2-Gens kodierten Aminosäureaustausche führen im Gegensatz zu den mit einem M. Crohn assoziierten NOD2-Gendefekten zu einer verstärkten konstitutiven Aktivierung des Transkriptionsfaktors NF-kappaB. Eine japanische Arbeitsgruppe hat im Jahre 2005 bei fünf japanischen Patienten mit einer "early-onset"-Sarkoidose (EOS) zusätzliche Mutationen in Exon 4 des NOD2-Gens identifiziert. Vier andere von EOS Betroffene wiesen wie ein Teil der Patienten mit Blau-Syndrom die p.Arg307Trp-Substitution auf. Dies spricht dafür, dass Blau-Syndrom und EOS unterschiedlich phänotypische Ausprägungen derselben genetisch bedingten Grunderkrankung sind. | |||
| Verfahrensnummer |
Institutsstandort Großhadern Routine: 4595
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Institutsstandort Innenstadt Routine: 4595
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| Durchführungsort/e | Institutsstandort Großhadern | - | ||
| Durchführungszeitraum | täglich, Montag - Freitag (außer Feiertag) | - | ||
| Einheit | s. Sonderbefund | |||
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Referenzbereich/e |
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| Akkreditierungsstatus | nicht-akkreditiertes Verfahren | |||