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| Stand | 08.09.2026 | |||
| Parameter | TNF-Rezeptor-assoziiertes periodisches Syndrom (TRAPS) | |||
| Synonyme, ggfs. Handelsname | Gen: TNFRSF1A; Transkript: NM_001065.4, NP_001056.1 | |||
| Probenmaterial und Menge | EDTA-Blut, 1 ml | |||
| Hinweise zur Interpretation |
Das TNF-Rezeptor-assoziiertes periodisches Syndrom (TRAPS) ist eine autosomal dominant vererbte autoinflammatorische Erkrankung, die bei Kindern vor allem durch Fieberepisoden von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen Dauer (Median 14 Tage) charakterisiert ist. Bei Erwachsenen, die an einem TRAPS leiden, können diese Fieberepisoden dagegen fehlen. Medianer Krankheitsbeginn ist das 10. Lebensjahr mit einer Spanne der Erstdiagnose vom 1. Lebensjahr bis zu einem Alter über 80 Jahren. Häufig sind Myalgien, Arthralgien, schwere, z. T. kolikartige Bauchschmerzen, schmerzhafte erythematöse, plaque- oder erysipelartige Exantheme, eine Konjunktivitis und/oder ein periorbitales Ödem sowie transitorische Lymphknotenvergrößerungen. Seltener wird über Kopfschmerzen und pleuritische Thoraxschmerzen geklagt. Auch eine Perikarditis oder eine Pannikulitis (Weber-Christiansche Erkrankung) in Kombination mit einer Vaskulitis kleiner Gefäße oder einer Fasziitis können führendes Symptom sein. Ursache der Erkrankung können Mutationen in den Exons 2, 3, 4 und 6 (sowie möglicherweise auch in Exon 10) des TNFRSF1A-Gens auf Chromosom 12p13 sein, das für den TNF-Rezeptor p55, einen der beiden Tumornekrosefaktor (TNF)-Rezeptoren, kodiert. Das auch TNFR1 genannte Protein ist ein Zellmembran-gebundener Rezeptor, der z. B. von Monozyten und Granulozyten exprimiert wird und der durch das pro-inflammatorische Zytokin TNF-alpha aktiviert wird. Aktivierung des Rezeptors führt zu einer Enzym-vermittelten Spaltung des Proteins. Durch diesen als "shedding" bezeichneten Mechanismus werden lösliche, zirkulierende Rezeptoren gebildet, die TNF-alpha binden und inaktivieren und damit möglicherweise den Grad der Entzündung durch Konkurrenz mit den membrangebundenen Rezeptoren beeinflussen. In vitro-Daten lassen vermuten, dass die meisten pathogenen Varianten im TNFRSF1A-Gen in einer fehlerhaften Faltung der extrazellulären Protein-Domäne resultieren. Dies führt zu einer intrazellulären Retention der veränderten Proteine im endoplasmatischen Retikulum (Lobito et al. 2006. Blood 108: 1320-1327). Wichtige pathogene Varianten liegen vorwiegend in Exon 2 und 3 des TNFRSF1A-Gens (Shinar et al., 2012: Guidelines for the genetic diagnosis of hereditary recurrent fevers. Ann Rheum Dis 71:1599–1605). | |||
| Verfahrensnummer |
Institutsstandort Großhadern Routine: 4553
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Institutsstandort Innenstadt Routine: 4553
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| Durchführungsort/e | Institutsstandort Großhadern | - | ||
| Durchführungszeitraum | täglich, Montag - Freitag (außer Feiertag) | - | ||
| Einheit | s. Sonderbefund | |||
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Referenzbereich/e |
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| Akkreditierungsstatus | nicht-akkreditiertes Verfahren | |||