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| Stand | 13.08.2026 | |||
| Parameter | Lupus-Antikoagulanz im Citratplasma | |||
| Synonyme, ggfs. Handelsname | Anti-Phospholipid-Antikörper, Antiphospholipid-Antikörper, Antiphospholipidsyndrom, DRVVT, Diluted Russel Viper Venom Time | |||
| Probenmaterial und Menge | Citratplasma, 1 ml | |||
| Hinweise zur Interpretation |
HINTERGRUND: Die Diagnose des Antiphospholipid-Syndroms (APS) setzt das Vorliegen klinischer und laborchemischer Kriterien voraus. Zu den klinischen Kriterien zählen insbesondere vaskuläre Thrombosen sowie definierte Schwangerschaftskomplikationen. Laborchemisch erfolgt der Nachweis durch Antiphospholipid-Antikörper, insbesondere: - Lupus-Antikoagulanz (LA) - Anti-Cardiolipin-Antikörper (IgG und/oder IgM) - Anti-beta2-Glykoprotein-I-Antikörper (IgG und/oder IgM) Positive Befunde müssen zur Bestätigung in der Regel nach einem Intervall von mindestens 12 Wochen erneut überprüft werden. Zur Diagnostik von Lupus-Antikoagulanz wird der Einsatz von zwei unterschiedlichen Testsystemen im Citratplasma empfohlen (z.B. DRVVT und LA-sensitive aPTT-Teste). Ergänzend sollten die Anti-Cardiolipin-Antikörper sowie die Anti-beta2-Glykoprotein-I-Antikörper (jeweils IgG und IgM) im Serum bestimmt werden. Patienten mit sogenannter „Triple-Positivität“ (gleichzeitiger Nachweis von LA, Anti-Cardiolipin- und Anti-beta2-Glykoprotein-I-Antikörpern) weisen ein besonders hohes Risiko für thromboembolische Ereignisse und Schwangerschaftskomplikationen auf. EINFLUSS VON ANTIKOAGULANZIEN: Ein wesentlicher Störfaktor ist die medikamentöse Antikoagulation. Die Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar), direkten oralen Antikoagulanzien (DOAKs) oder Heparinen kann teils falsch-positive als auch falsch-negative LA-Ergebnisse verursachen. Daher ist die Angabe einer bestehenden Antikoagulation bei der Anforderung zwingend erforderlich. Grundsätzlich ist die Testung nicht unter Antikoagulation empfohlen. Ist dies nicht vermeidbar, wird eine Blutentnahme im Talspiegel (unmittelbar vor der nächsten Medikamenteneinnahme) empfohlen. - DOAKs: Substanzen wie Rivaroxaban können bereits bei niedrigen Plasmaspiegeln zu falsch-positiven Ergebnissen führen. Bei bekannter DOAK-Einnahme kann im Labor gegebenenfalls eine Testung nach in-vitro-Neutralisation erfolgen. - Heparin: Ab Konzentrationen von etwa 0,8–1,0 IU/ml kann eine Interferenz nicht ausgeschlossen werden. In solchen Fällen kann eine Testung nach Zusatz von Heparinase sinnvoll sein. Das Labor ist unter Telefon 76218 im Voraus über entsprechende Medikation zu informieren. WEITER EINFLUSSFAKTOREN: - Akut-Phase-Reaktionen (u.a. nach einem kürzlich zurückliegenden thrombotischen Ereignis) - Schwangerschaft In diesen Situationen sind sowohl falsch-positive als auch falsch-negative Ergebnisse möglich; die Befunde müssen entsprechend stets mit Vorsicht interpretiert werden. Darüber hinaus können auch Gerinnungsfaktormangelzustände, Fibrinogenmangel, Störungen der Fibrinpolymerisation sowie eine Therapie mit Fibrinolytika die Testergebnisse beeinflussen bzw. analytisch stören. | |||
| Verfahrensnummer |
Institutsstandort Großhadern Routine: 1807
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Institutsstandort Innenstadt Routine: 1807
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| Parameter von | ||||
| Durchführungsort/e | Institutsstandort Großhadern | - | ||
| Durchführungszeitraum | 1x wöchentlich | - | ||
| Einheit | - | |||
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Referenzbereich/e |
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| Akkreditierungsstatus | Akkreditiertes Verfahren nach DIN EN ISO 15189 und DIN EN ISO/IEC 17025 | |||